Aber kann es überhaupt für alle studienwillige Bachelor-Absolventen Master-Studienplätze geben? Darüber haben sich die politisch Verantwortlichen offenbar wenig Gedanken gemacht. Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat sich mit der erwarteten Nachfrage und dem Studienplatzangebot bislang nicht auseinandergesetzt, gibt eine Sprecherin zu: “Auf Arbeitsebene wird aber versucht, die Entwicklung generell im Auge zu behalten.”
Klar ist: Wer ein System wie BA/MA einführt will keinen Master für alle. Vielmehr soll die Uni in ihrer “Funktion” als kostenlose Ausbildungsstätte für die Wirtschaft weiter ausgebaut werden, das zeigen die dauernden Forderungen nach “Praxisbezug” immer wieder, die zum Teil ja leider selbst von Studierenden zu hören sind.
Das BA/MA System dient dabei als Vorfilter für die Jobs in der Wirtschaft: Der BA reicht für viele Stellen auf die “Akademiker” sich bewerben sollen und die müssen ja dann nicht so gut bezahlt werden wie Master-Absolventen. Praktisch.
Wo dann wirklich die Qualifikationen eines “Masters” gebraucht werden, da hilft die Einteilung der Studies in zwei Güteklassen: Man muss sich deutlich weniger BewerberInnen anschauen, wenn man die BA-Studies gleich außen vor läßt.
Mag schon sein, dass das Humboldtsche Bildungsideal elitär ist und auch nicht das Gelbe vom Ei. Aber diese Blockade von Uni-”Karrieren”, nur weil einer um eine Viertel-Note schlechter ist als sein “Konkurrent” aus dem gleichen Seminar, ist einfach nur zynisch.
Da inzwischen jedem klar ist wie es auf dem MA-Markt aussieht muss man natürlich auch nicht erwarten, dass die heute übliche Mehrfachst-Bewerbung auf zig Studienplätze geringer werden würde. Wahrscheinlich wird es nicht lange dauern, bis die Bewerbung auf einen Master-Platz nur nach Zahlung einer entsprechenden Aufwandsgebühr überhaupt bearbeitet wird. Das freut natürlich die, die es sich dennoch leisten können. So wird der Zugang zum öffentlich finanzierten Uni-Betrieb am Ende auf diejenigen beschränkt, die nicht schon vorher an den (finanziellen) Hürden scheitern.
“The rooms are equipped with a mirror/sink area, desk, night-stand, shelves, a fairly nice sized closet and an unbequemes Bett.”
Aus dem “S.I.P. – Survial Guide” für die amerikanischen Studierenden, die an der Uni-Tübingen am “spring intensive program” teilnehmen um ihr Deutsch zu verbessern.
Die Seite ist auch interessant um die Unterschiede zwischen der Studierenden-Unterbringung in den USA und in Deutschland herauszuarbeiten, sowie die damit verbundenen kulturellen Unterschiede: “It’s not an American dormitory!”
“In nur geringfügiger Übertreibung und Zuspitzung kann man sagen, dass die von Arbeitslosigkeit betroffenen Teilbereiche des Bildungssystems heute mehr und mehr einem Geisterbahnhof gleichen, in dem die Züge nicht mehr nach Fahrplan verkehren. Dennoch läuft alles nach den alten Mustern ab. Wer verreisen will – und wer will schon zu Hause bleiben, wo das Zuhausebleiben Zukunftslosigkeit bedeutet -, muss sich in irgendwelche Warteschlangen zu den Schaltern einreihen, an denen Fahrscheine für Züge vergeben werden, die meist sowieso überfüllt sind oder nicht mehr mit der ausgezeichneten Zielrichtung abfahren. Als sei nichts geschehen, verteilen die Bildungsbeamten hinter den Fahrkartenschaltern mit großem bürokratischen Aufwand Fahrkarten ins Nirgendwohin und halten die sich vor ihnen bildende Menschenschlange mit der ‘Drohung’ in Schach: ‘Ohne Fahrkarte werdet ihr nie mit dem Zug fahren können!’ Und das Schlimme ist, sie haben auch noch recht…!”
aus: Ulrich Beck: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Suhrkamp 1986., Seite 238
Im Atelier läuft zur Zeit der amerikanische Science-Fiction Streifen “Moon” von Duncan Jones.
Ohne zuviel über den Ausgang des Films verraten zu wollen: Der Glaube an das Gute im Menschen oder gar im Kapitalismus wird von dieser Dystopie nicht unbedingt bestärkt werden.
Die Story: Das Unternehmen “Lunar Industries” baut auf dem Mond den neuen “sauberen” Rohstoff “Helium 3″ ab um damit das Energieproblem auf der Erde zu lösen. Der eigentliche Abbau geschieht vollautomatisch durch eine riesige Maschine, doch die konzentrierte Energie muss immer wieder von einem Astronauten zur Erde losgeschickt werden, der alleine und ohne Unterbrechung drei Jahre lang auf der Raumstation arbeitet.
Da der Funkverkehr zur Erde im dauernden Ausnahmezustand gestört ist, ist diese Einsamkeit für den Astronauten Sam Bell (gespielt von Sam Rockwell) besonders unerträglich. Zwei Wochen vor Ende seines drei Jahres-Vertrags beginnt er Dinge zu sehen die ihn verwirren. Damit steht er am Anfang einer Entdeckung, die vor allem ihn selbst betrifft.
“Moon” ist der beste Science-Fiction den ich seit längerem im Kino gesehen habe und für mich jetzt schon ein neuer Klassiker der Science-Fiction. Unbedingt reingehen und anschauen!
Eine sehr eigenwillige Interpretation der 80er-Jahre-Schnulze “Total Eclipse of the Heart” von Bonnie Tyler unter Zuhilfenahme von alten Küchengeräten. “Hurra Torpedo” crushen auf der Bühne die Gitarre und nehmen den Herd gleich mit.
Ein sehr nettes Videos darüber nach welchen Kriterien (teilweise) sogenannte “Führungskräfte” ausgewählt werden.
Basis ist eine These zum Arbeitsmarkt der westlichen Industrie-Staaten nach dem kanadischen Soziologen Dr. Laurenz Peter.
Übrigens: Die älteste Art von user generated culture (UGC) sind die Märchen wie sie sich vor der Verschriftlichung durch die Brüder Grimm gegenseitig (immer wieder anders) erzählt wurden.
Zu dieser These gibt es hier eine schöne Online-Präsentation von Sabria David: Märchen als User Generated Content
Am Freitag waren die zwei electro-trash Freaks von Copy & Paste im Club Voltaire!
Die Sound-Qualität war Location-typisch leider nicht ganz so toll wie in der Aufzeichnung hier, aber trotzdem genialer Auftritt.
Auto.Mobil.Krise. Internationale Konferenz vom 28.10. bis 30.10.2010 in Stuttgart. http://www.auto-mobil-krise.de/ »24.08.2010
Wir suchen für den September eine(n) Zwischenmieter(in). 223 €, ca. 15 qm, nette WG, zentrale Lage.
Meldet Euch bei fabian [at] wisowi.de »22.08.2010
RT @solidsds: Fahrt zur Demo gegen den Nazi-Aufmarsch in Karlruhe am Samstag, 21.08.: Abfahrt in Tübingen um 7:30 auf Gleis 2 http://is. ... »20.08.2010