Mayday-Parade für globale soziale Rechte
Natürlich gibt es nach dem großen Erfolg letztes Jahr auch dieses Jahr wieder eine Mayday-Parade.
Natürlich gibt es nach dem großen Erfolg letztes Jahr auch dieses Jahr wieder eine Mayday-Parade.
Der neue Trendsport aus den USA!
Und so geht es:
Zwei Leute, Handschellen, ein Lappen, ein oder zwei Becher zum Wasserschöpfen und ordentlich viel Wasser.
Video: Kaj Larsen Goes Waterboarding
Der Journalist Kaj Larsen hat sich die neuen Trend einmal direkt am eigenen Leib vorführen lassen.
Hier sein Erlebnisbericht.
Kit Bond kann uns beruhigen: “It’s not being used.”
Doch trotzdem kann der amerikanische Senator als Experte mit einem einfachen Bild das Prinzip verdeutlichen:“There are different ways of doing it. It’s like swimming, freestyle, backstroke.”
Auch HowStuffWorks, eine Seite die sich der Aufklärung über das Funktionieren verschiedener technischer Haushaltsgeräte verschrieben hat, erklärt das Prinzip: What is water boarding?
David Corn hat zwei schöne Photographien von einem Waterboard und eine kleine Anwendungsskizze auf seiner Seite: This Is What Waterboarding Looks Like
Auch die Tagesschau folgt dem Trend und zeigt in einem kurzen Beitrag wie Waterboarding funktioniert:
Waterboarding: Presse und Kongress wollen Details über Verhörmethoden der CIA erfahren
“Windzug” erklärt Waterboarding und nutzt die Gelgenheit um weitere Wasser-Sportarten vorzustellen.
Das Tagblatt berichtet heute auf Seite 2 über den Studiengebühren-Boykott. Dazu gibt es neben dem eigentlichen Artikel auch eine kleine Umfrage, bei der u.a. auch ich befragt worden bin. Leider taucht in dem Artikel ein Zitat von mir auf, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich von mir stammt, oder ob das nicht einfach ein anderer aus dem AK gesagt hat:
“Uns fehlten aktive Helfer. Wir konnten nicht überall sein” soll ich wohl gesagt haben. Auch wenn es stimmt, dass wir teilweise zu wenig Leute beim AK waren bzw dass sich zu wenig Leute an konkreten Aktionen beteiligt haben, fand ich, dass wir insgesamt genügend Leute im Team hatten und dass wir auch ziemlich viel gemeinsam geschafft haben. Von daher würde ich sowas eigentlich gerade gegenüber der Presse eher nicht behaupten, verstärkt es doch auch nur wieder den Eindruck, wir wären ein kleines Häufchen von “linken Spinnern”, die sich jetzt auch noch beklagen, wenn niemand an ihren “weltfremden Aktionen” teilhaben will.
Von daher möchte ich mich in diesem Zusammenhang etwas von dieser Äußerung distanzieren, es kann aber schon sein, dass ich das im Kontext mit einer anderen Bemerkung gesagt habe.
Was ich auch eher am Rande bei der Umfrage gesagt hatte, und was jetzt ziemlich zentral als meine Meinung dargestellt wird, steckt in diesem Absatz, der neben meinem Bild bei der Umfrage abgedruckt wurde (Tagblatt-Ausschnitt als Graphik):
Fabian Everding, 25, sieht einen großen Unterschied zwischen „der Absicht, etwas zu tun und dem Umsetzen dieser Absicht“. Außerdem will der Kulturwissenschaftler gerade die Studenten mit einbeziehen, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage von der Gebühr am härtesten getroffen sind. „Ich denke da an eine Art Boykottbank, die das Geld vorstreckt.“
Dazu ist zu sagen: Ich bin kein Kulturwissenschaftler, sondern studiere Empirische Kulturwissenschaft und der Satz “Ich denke da an eine Art Boykottbank, die das Geld vorstreckt.”, hört sich so an, als ob das ein konkreter Plan für den nächsten Boykott wäre.
Tatsächlich hab ich versucht zu erklären, warum so wenige Leute den Boykott durch ihre Einzahlung aufs Treuhandkonto unterstützt haben, und dabei die These aufgestellt, dass zu wenige Leute in der Lage sind rechtzeitig die Studiengebühren zu bezahlen. In vielen Gesprächen, auch im persönlichen Bekanntenkreis, hab ich feststellen müssen, dass manche Leute regelmäßig immer erst gegen Ende der Mahnfrist das Geld an die Uni überweisen, zusammen mit dem 10 € Mahngebühr. Deshalb hab ich dann (zusammen mit der Feststellung, dass wir sowas wohl kaum werden anbieten können) nur gemeint, dass die Leute uns wahrscheinlich den Laden einrennen würden, wenn wir eine Art “Boykott-Bank” aufmachen würden, die den Leuten quasi einen Monat lang das Geld vorstreckt, so dass sich die Teilnahme am Boykott mit der Einsparung der 10 € Mahngebühr kombinieren ließe. In der Tat ein schöner Traum, nur haben weder wir selbst so viel Geld, noch dass sich eine Bank finden ließe, die so etwas mit uns in Kooperation anbieten würde.
Ganz im Gegenteil: Die Kreissparkasse (bei der unser Treuhand-Konto läuft) sah sich bei diesem Boykott schon in ihrer politischen Neutralität gefährdet und hat daher bei der letzten Bar-Einzahlaktion nicht mehr auf die Bar-Einzahlgebühr von drei Euro pro Person verzichten wollen, weil sie sich ja mit diesem Entgegenkommen schon politisch geäußert haben würde.
Tagblatt-Artikel: Und wieder waren es zu wenige Rückmelde-Verweigerer
Hier nochmal ein kleines Video zum Ausblick auf das was uns ab 1. Januar erwartet wenn das Verfassungsgericht das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung nicht rechtzeitig kippen sollte:
Am 20.11.07 findet um 16 Uhr c.t. im Hörsaal 25 des Kupferbau eine studentische Vollversammlung statt. Zweck der Vollversammlung ist die Abstimmung über einen neuerlichen Studiengebührenboykott an der Uni-Tübingen.
Gemeinsam sind wir stark! Kommt zur VV und bringt möglichst viele KommilitonInnen mit!
Wie immer wenn ich aus Telepolis oder den heise-News zitiere geht es mal wieder um nichts gutes:
Unter dem Titel “Großbritannien: Passwort oder fünf Jahre Gefängnis” berichtet der Heise-Newsticker über ein neues Gesetz in Großbritannien mit dem die Polizei sich den Zugriff auf verschlüsselte Festplatten und andere kryptographisch verschlüsselte Datenträger erpressen will. Dabei ist man als Betroffener zur Herausgabe von Passwörtern und Krypto-Schlüsseln gezwungen, wenn man nicht für bis zu fünf Jahre in den Knast gehen will.
Da immer mehr Anwender Programme wie etwa TrueCrypt zur Erzeugung von verschlüsselten virtuellen Festplatten benutzen erschwert das natürlich die Arbeit der Polizei, beschlagnahmte Rechner können so nicht wirklich ausgewertet werden, wenn alles relevante auf dem verschlüsselten Teil der Platte lagert.
Zum Glück bietet gerade das “Standard-Tool” zur Plattenverschlüsselung unter Windows die Möglichkeit ein zweites Passwort anzugeben, mit welchem dann ein anderer Festplatteninhalt freigegeben wird als mit dem richtigen Passwort. Diese “plausible deniability” genannte Technik sorgt dafür, dass man auch unter Zwang die wirklich relevanten Daten nicht bekannt geben muss, indem man der Polizei das falsche Passwort gibt. Was dann aber noch dieses sinnlose Gesetz soll ist die andere Frage. Insbesondere wenn jemand sein Passwort vergessen sollte, stellt sich die Frage wie dann vom Gericht damit umgegangen wird. Der Spruch “Unwissenheit schützt vor Strafe nicht” bekäme dann im schlimmsten Fall nochmal eine ganz neue Bedeutung.
Die “extra 3″-Reporterin Olivia Jones war in Hannover und hat die “Politiker” der NPD nach ihrem Programm befragen wollen. Die Antworten sprechen für sich.
“Hier ist ja schon Mörder-Stimmung hier, na?”
Link gefunden beim Wellenbrett