Gestern bin ich gegen 18 Uhr endlich auf dem Camp-Gelände angekommen. Nach acht Stunden Auto-Fahrt mit der Mitfahrgelegenheit
und einer weiteren halben Stunde mit der Regional-Bahn nach Eberswalde hat mich das “Großraum-Taxi” zusammen mit sieben anderen Leuten zum Camp-Gelände in Finowfurt gefahren.
Mein Zelt steht in einem kleinen Pinienwald in der “Angel-Area”, dem Bereich für die Helfer des Camps. Es ist doch sehr unkomfortabel in diesem 1-Personen Grab. Nächstes Mal muss ich doch ein größeres Zelt besorgen. Bis jetzt haben wir super Wetter, gestern hab ich von 24 bis 2 Uhr schon meine erste Schicht am InfoPoint geschoben, heute um 20 Uhr werd ich da nochmal für zwei Stunden helfen. Das Essen ist OK, es gibt eine Bar an der ein paar Hobby-Köche jeden Abend massenhaft gutes Essen kochen und dafür freiwillige Spenden für das Essen am Tag drauf sammeln. Die “Milliways-Bar” schenkt sogar Freibier aus.
Das Publikum ist einigermaßen gemischt, mit vielen internationalen Besuchern und einer Frauen-Quote von vielleicht höchstens 30%. Einige “ältere Hacker” haben ihre Kinder mitgebracht, für die es hier sogar einen selbstbetreuten “Kindergarten” gibt.
Was es kaum gibt sind vernünftige Sanitär-Anlagen. Ich muss meine Ansprüche hier ganz schön runterschrauben und solange ich noch sauberer bin als die Duschen es sind, werde ich nicht in die langen Schlangen davor einreihen. Ich hoffe aber dass auch das mit der Zeit etwas besser wird. Heute wurde ein zweiter Dusch-Container eingeweiht und die Dinger werden wohl jeden Morgen professionell gereinigt.
Abends wird das Camp von zahlreichen Scheinwerfern abgesucht, es blinkt und funkelt überall und leuchtet in verschiedenen Neon-Farben. Die Bilder können da keinen wirklichen Eindruck von vermitteln.