Diese sehr schöne interaktive Flash-Animation – auf die ich eher zufällig gestossen bin – zeigt uns den Alltag eines normalen Menschen und dabei besonders die Möglichkeiten durch staatliche oder anderen Stellen überwacht zu werden. Es lohnt sich alle anklickbaren Felder einmal anzuklicken.
Übrigens: Diese Flash-Animation ist eine Bachelor-Abschlußarbeit im Studiengang “digital media”. Krass mit was man alles seine Abschluß-Arbeit machen kann. Diese hier ist auf jeden Fall gelungen.
Den Amis war schon immer viel zuzutrauen: Ob eingezäunte Kleinstädte für Besserverdiener oder “Rentner-Paradiese” im Sonnenstaat, wo ein Haus dem anderen gleicht und die Straßenzüge mit dem Lineal gezogen sind.
Jetzt aber haben sie sich mal wieder selbst übertroffen und mit “Ave Maria” eine Stadt gegründet, die man getrost als die Anti-Utopie jedes freiheitsliebenden und “modernen” Menschen betrachten kann: In der “Retortenstadt”, wie sie die Tagesschau bezeichnet, leben nur stark religiöse Menschen, die Kirche steht im Zentrum der Stadt und wenn ein Student der christlichen Privat-Uni “Ave Maria” eine Kommilitonin besucht, dann muss die Zimmertür weit offen stehen. Wahnsinn!
Dass mit der Verschlechterung der wirtschaftlichen und sozialen Lage vieler Menschen auch der religiöse Wahn als “Opium des Volkes” wieder so erschreckend zunimmt zeigt, dass die Menschen sich lieber ihr ganzes Leben in Wahn-Gebäuden aufhalten, anstatt konkret auf die Verbesserung ihrer Lage hinzuarbeiten.
Wie immer wenn ich aus Telepolis oder den heise-News zitiere geht es mal wieder um nichts gutes:
Unter dem Titel “Großbritannien: Passwort oder fünf Jahre Gefängnis” berichtet der Heise-Newsticker über ein neues Gesetz in Großbritannien mit dem die Polizei sich den Zugriff auf verschlüsselte Festplatten und andere kryptographisch verschlüsselte Datenträger erpressen will. Dabei ist man als Betroffener zur Herausgabe von Passwörtern und Krypto-Schlüsseln gezwungen, wenn man nicht für bis zu fünf Jahre in den Knast gehen will.
Da immer mehr Anwender Programme wie etwa TrueCrypt zur Erzeugung von verschlüsselten virtuellen Festplatten benutzen erschwert das natürlich die Arbeit der Polizei, beschlagnahmte Rechner können so nicht wirklich ausgewertet werden, wenn alles relevante auf dem verschlüsselten Teil der Platte lagert.
Zum Glück bietet gerade das “Standard-Tool” zur Plattenverschlüsselung unter Windows die Möglichkeit ein zweites Passwort anzugeben, mit welchem dann ein anderer Festplatteninhalt freigegeben wird als mit dem richtigen Passwort. Diese “plausible deniability” genannte Technik sorgt dafür, dass man auch unter Zwang die wirklich relevanten Daten nicht bekannt geben muss, indem man der Polizei das falsche Passwort gibt. Was dann aber noch dieses sinnlose Gesetz soll ist die andere Frage. Insbesondere wenn jemand sein Passwort vergessen sollte, stellt sich die Frage wie dann vom Gericht damit umgegangen wird. Der Spruch “Unwissenheit schützt vor Strafe nicht” bekäme dann im schlimmsten Fall nochmal eine ganz neue Bedeutung.
Die “extra 3″-Reporterin Olivia Jones war in Hannover und hat die “Politiker” der NPD nach ihrem Programm befragen wollen. Die Antworten sprechen für sich.
Durch zufälliges Herumsurfen bin ich mal wieder auf eine interessante, wenn auch technisch äußerst “schlicht” gehaltene Seite gestossen:
In seinem “Japan Tagebuch” hat der deutsche Student Martin G. seinen Aufenthalt in Japan festgehalten. Darin schildert er sehr einfach und plastisch anhand von Bildern und Alltagsproblemen seine Einreise nach Japan, wie er dort seine Wohnung eingerichtet hat und man erfährt dabei was in Japan so alles anderes läuft als in Deutschland. Dass man z.B. einen Telefonanschluß nur bekommt, wenn man einen Anteilsschein an der staatlichen Telefongesellschaft kauft, an die man ihn dann später wieder zurückverkaufen kann, sollte man den Anschluß nicht mehr brauchen, allerdings zu einem sehr viel niedrigeren Preis.
Ein anderes skurilles Beispiel sind die japanischen Waschmaschinen: Sie sind fast komplett aus Plastik und können daher auch von einer Person allein die Treppe hochgetragen werden, waschen aber auch nur mit kaltem Wasser. Die Japaner setzen wohl lieber auf sehr aggressives Waschmittel um die Sachen trotzdem sauber zu bekommen. Nichts für Leute mit empfindlicher Haut.
Wer sich zwischen dem 28. März und dem 18. April diesen Jahres auf den Seiten des BKA über die “militante Gruppe” informieren wollte ist automatisch in einem Fahndungs-Raster gelandet.
Diese an einen verspäteten April-Scherz denken lassende Information geht aus einem “Zeit”-Artikel mit dem schönen Titel “Der falsche Klick” hervor.
Um eventuell Verdächtige zu schnappen hat das BKA wohl versucht die in seinen Server-Logfiles erfaßten IP-Adressen nachzuverfolgen und die Inhaber der beteiligten Anschlüsse ausfindig zu machen. Dabei ist man dann – wer hätte es erwartet – unter anderem auf die Anschlüsse von “Presseorganen bzw. einzelnen Firmen oder Universitäten” gestossen.
Offenbar tappt das BKA dermaßen im Dunkeln, dass man in letzter Verzweiflung zu dieser nicht nur total schwachsinnigen, sondern v.a. auch aus rechtsstaatlicher Sicht äußerst fragwürdigen Maßnahme übergegangen ist.
Von der Sinnlosigkeit dieser Maßnahme einmal abgesehen zeigt das einmal wieder was aus der schönen alten Unschuldsvermutung geworden ist: In einer von Mainstream-Medien gleichgeschalteten und medial-zugemüllten Welt ist bereits derjenige auffällig, der möglicherweise selbst im Netz nach “ungewöhnlichen” Themen recherchiert oder sich über entsprechende Links bis zum BKA durchklickt. Warum sollte sich auch jemand für den Fall interessieren der selbst persönlich nichts mit der militanten Gruppe zu tun hat?