Home Schreib mir eine Mail Newsfeed abonnieren

Passwort oder fünf Jahre Gefängnis

Wie immer wenn ich aus Telepolis oder den heise-News zitiere geht es mal wieder um nichts gutes:

Unter dem Titel  “Großbritannien: Passwort oder fünf Jahre Gefängnis” berichtet der Heise-Newsticker über ein neues Gesetz in Großbritannien mit dem die Polizei sich den Zugriff auf verschlüsselte Festplatten und andere kryptographisch verschlüsselte Datenträger erpressen will. Dabei ist man als Betroffener zur Herausgabe von Passwörtern und Krypto-Schlüsseln gezwungen, wenn man nicht für bis  zu fünf Jahre in den Knast gehen will.

Da immer mehr Anwender Programme wie etwa TrueCrypt zur Erzeugung von verschlüsselten virtuellen Festplatten benutzen erschwert das natürlich die Arbeit der Polizei, beschlagnahmte Rechner können so nicht wirklich ausgewertet werden, wenn alles relevante auf dem verschlüsselten Teil der Platte lagert.

Zum Glück bietet gerade das “Standard-Tool” zur Plattenverschlüsselung unter Windows die Möglichkeit ein zweites Passwort anzugeben, mit welchem dann ein anderer Festplatteninhalt freigegeben wird als mit dem richtigen Passwort. Diese “plausible deniability” genannte Technik sorgt dafür, dass man auch unter Zwang die wirklich relevanten Daten nicht bekannt geben muss, indem man der Polizei das falsche Passwort gibt. Was dann aber noch dieses sinnlose Gesetz soll ist die andere Frage. Insbesondere wenn jemand sein Passwort vergessen sollte, stellt sich die Frage wie dann vom Gericht damit umgegangen wird. Der Spruch “Unwissenheit schützt vor Strafe nicht” bekäme dann im schlimmsten Fall nochmal eine ganz neue Bedeutung.

DrNI schreibt,

10. Oktober 2007 um 20:49

Deswegen: Keys immer auf (vernichtbaren) externen Datenträgern aufbewahren, plus Passwort. Andererseits… wer glaubt einem dann schon, daß der Schlüssel tatsächlich zerstört wurde? Knast so oder so? Dann ist es auch wieder egal.

Polizei Infos » Blog Archive » Re: Weiß die Polizei eigentlich was sie tun? - Polnische Polizei zerschlägt “Piraten-Ne… schreibt,

27. März 2008 um 18:06

[...] weiter. Und sie schoben geklaute Titel, Filme und Programme auf die Server, damit der Esel und anderes Getier wieder Futter haben. > In dieser Hinsicht kein schweres Kapitalverbrechen denke ich mal. In [...]

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel · TrackBack URI

Schreib einen Kommentar

Please copy the string jWfv7m to the field below: