DrNI schreibt,
Dieses Plakat ist nicht an mir vorbeigegangen in Tübingen. Ich frage mich, warum man “Freiräume erkämpfen” muss. Ich fühl mich eigentlich ziemlich frei.
Fabian schreibt,
Freiräume muss man von Zeit zu Zeit schon erkämpfen, wobei bereits der Erhalt bestehender Freiräume zum Teil einen Kampf erfordert. Das Clubhaus ist z.B. ein Freiraum der konkret vom Abriss bedroht ist, auch wenn der wohl noch eine Weile auf sich warten lassen wird.
Aber gerade heute ist ja z.B. ein Freiraum in Erfurt geräumt worden: http://haendeweg.blogsport.de/2009/04/16/video-von-der-raeumung/
DrNI schreibt,
Es ist natürlich klar, dass das Clubhaus vom Abriss bedroht ist. Auch ich finde das nicht gut. Aber doch ist es fraglich, ob hier ein Freiraum weggenommen werden soll. Schließlich kommt ja auch was neues hin, ein anderer Raum, in wie weit frei auch immer.
Was Hausbesetzungen angeht, so finde ich die durchaus in Ordnung. Eigentum verpflichtet. Die Gesetzeslage ist in Holland da erfreulicher.
Andererseits kriegt man dann das Gefühl nicht los, dass selbsternannte Robin Hoods nicht arg viel weniger asozial agieren als sie das dem Staat vorwerfen. Am Schluss ist es nämlich wie am anderen Ende der Skala, nämlich bei der Bankenkrise und den reichen Bänkern: Irgendwo muss das Geld herkommen.
Fabian schreibt,
Der neue Raum zwischen Ammer und Wilhelmstraße wird in jedem Fall höchstens frei für eine andere Gruppe von Menschen, denn ein Clubhaus-Ersatz ist für die dortige Stelle soweit ich weiß nicht geplant, eher ein sogenannter “Faculty-Club”. (allein schon der Ausdruck!)
Von konkreten Planungen für einen Clubhaus-Ersatz ist bis jetzt noch nichts bekannt, dürfte schwierig werden einen an zentraler Stelle zu bauen, wenn alles andere so umgesetzt werden sollte wie es bis jetzt angedacht ist. Aber ich lass mich gerne positiv überraschen.
Während es ein beruhigendes Zeichen ist, dass jetzt grade in den letzten Wochen nochmal eine komplett neue Heizungsanlage im Clubhaus eingebaut worden ist, soll ja die Wilhelmstraßen-Mensa schon sehr bald abgerissen werden. Dann fehlt Tübingen auf jeden Fall schonmal ein selbstverwaltetes Kneipen-Kollektiv mit coolen Veranstaltungen.
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