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Artikel aus Computer

flotter Wolpertinger

das nächste Ubuntu kommt nun rechtzeitig zu Semesterbeginn:

Release 9.04 heißt “Jaunty Jackalope” => flotter “Wolpertinger” (der Wolpertinger bei uns sieht allerdings etwas anders aus)

Wenn man so auf Alliterationen festgelegt ist wie die Ubuntu-Macher (Warty Warthog, Hoary Hedgehog, Breezy Badger, Dapper Drake, Edgy Eft, Feisty Fawn, Gutsy Gibbon, Hardy Heron, Intrepid Ibex, Jaunty Jackalope) muss man sich was kreatives einfallen lassen. Mal sehen wie lange es dauert bis ihnen nichts mehr einfällt.

1. April auch bei Opera

I wouldn’t steal

Alltag Überwachung

Diese sehr schöne interaktive Flash-Animation – auf die ich eher zufällig gestossen bin – zeigt uns den Alltag eines normalen Menschen und dabei besonders die Möglichkeiten durch staatliche oder anderen Stellen überwacht zu werden. Es lohnt sich alle anklickbaren Felder einmal anzuklicken.

Alltag Überwachung

Übrigens: Diese Flash-Animation ist eine Bachelor-Abschlußarbeit im Studiengang “digital media”. Krass mit was man alles seine Abschluß-Arbeit machen kann. Diese hier ist auf jeden Fall gelungen.

Alltag Überwachung von Johannes Widmer

Passwort oder fünf Jahre Gefängnis

Wie immer wenn ich aus Telepolis oder den heise-News zitiere geht es mal wieder um nichts gutes:

Unter dem Titel  “Großbritannien: Passwort oder fünf Jahre Gefängnis” berichtet der Heise-Newsticker über ein neues Gesetz in Großbritannien mit dem die Polizei sich den Zugriff auf verschlüsselte Festplatten und andere kryptographisch verschlüsselte Datenträger erpressen will. Dabei ist man als Betroffener zur Herausgabe von Passwörtern und Krypto-Schlüsseln gezwungen, wenn man nicht für bis  zu fünf Jahre in den Knast gehen will.

Da immer mehr Anwender Programme wie etwa TrueCrypt zur Erzeugung von verschlüsselten virtuellen Festplatten benutzen erschwert das natürlich die Arbeit der Polizei, beschlagnahmte Rechner können so nicht wirklich ausgewertet werden, wenn alles relevante auf dem verschlüsselten Teil der Platte lagert.

Zum Glück bietet gerade das “Standard-Tool” zur Plattenverschlüsselung unter Windows die Möglichkeit ein zweites Passwort anzugeben, mit welchem dann ein anderer Festplatteninhalt freigegeben wird als mit dem richtigen Passwort. Diese “plausible deniability” genannte Technik sorgt dafür, dass man auch unter Zwang die wirklich relevanten Daten nicht bekannt geben muss, indem man der Polizei das falsche Passwort gibt. Was dann aber noch dieses sinnlose Gesetz soll ist die andere Frage. Insbesondere wenn jemand sein Passwort vergessen sollte, stellt sich die Frage wie dann vom Gericht damit umgegangen wird. Der Spruch “Unwissenheit schützt vor Strafe nicht” bekäme dann im schlimmsten Fall nochmal eine ganz neue Bedeutung.

gefährliche Neugier

Wer sich zwischen dem 28. März und dem 18. April diesen Jahres auf den Seiten des BKA über die “militante Gruppe” informieren wollte ist automatisch in einem Fahndungs-Raster gelandet.

Diese an einen verspäteten April-Scherz denken lassende Information geht aus einem “Zeit”-Artikel mit dem schönen Titel “Der falsche Klick” hervor.

Um eventuell Verdächtige zu schnappen hat das BKA wohl versucht die in seinen Server-Logfiles erfaßten IP-Adressen nachzuverfolgen und die Inhaber der beteiligten Anschlüsse ausfindig zu machen. Dabei ist man dann – wer hätte es erwartet – unter anderem auf die Anschlüsse von “Presseorganen bzw. einzelnen Firmen oder Universitäten” gestossen.

Offenbar tappt das BKA dermaßen im Dunkeln, dass man in letzter Verzweiflung zu dieser nicht nur total schwachsinnigen, sondern v.a. auch aus rechtsstaatlicher Sicht äußerst fragwürdigen Maßnahme übergegangen ist.

Von der Sinnlosigkeit dieser Maßnahme einmal abgesehen zeigt das einmal wieder was aus der schönen alten Unschuldsvermutung geworden ist: In einer von Mainstream-Medien gleichgeschalteten und medial-zugemüllten Welt ist bereits derjenige auffällig, der möglicherweise selbst im Netz nach “ungewöhnlichen” Themen recherchiert oder sich über entsprechende Links bis zum BKA durchklickt.  Warum sollte sich auch jemand für den Fall interessieren der selbst persönlich nichts mit der militanten Gruppe zu tun hat?

CC2007: nullter Tag (Anreise)

Gestern bin ich gegen 18 Uhr endlich auf dem Camp-Gelände angekommen. Nach acht Stunden Auto-Fahrt mit der Mitfahrgelegenheit
und einer weiteren halben Stunde mit der Regional-Bahn nach Eberswalde hat mich das “Großraum-Taxi” zusammen mit sieben anderen Leuten zum Camp-Gelände in Finowfurt gefahren.

Mein Zelt steht in einem kleinen Pinienwald in der “Angel-Area”, dem Bereich für die Helfer des Camps. Es ist doch sehr unkomfortabel in diesem 1-Personen Grab. Nächstes Mal muss ich doch ein größeres Zelt besorgen. Bis jetzt haben wir super Wetter, gestern hab ich von 24 bis 2 Uhr schon meine erste Schicht am InfoPoint geschoben, heute um 20 Uhr werd ich da nochmal für zwei Stunden helfen. Das Essen ist OK, es gibt eine Bar an der ein paar Hobby-Köche jeden Abend massenhaft gutes Essen kochen und dafür freiwillige Spenden für das Essen am Tag drauf sammeln. Die “Milliways-Bar” schenkt sogar Freibier aus.

grünes LichtDas Publikum ist einigermaßen gemischt, mit vielen internationalen Besuchern und einer Frauen-Quote von vielleicht höchstens 30%. Einige “ältere Hacker” haben ihre Kinder mitgebracht, für die es hier sogar einen selbstbetreuten “Kindergarten” gibt.

Was es kaum gibt sind vernünftige Sanitär-Anlagen. Ich muss meine Ansprüche hier ganz schön runterschrauben und solange ich noch sauberer bin als die Duschen es sind, werde ich nicht in die langen Schlangen davor einreihen. Ich hoffe aber dass auch das mit der Zeit etwas besser wird. Heute wurde ein zweiter Dusch-Container eingeweiht und die Dinger werden wohl jeden Morgen professionell gereinigt.

CCCAbends wird das Camp von zahlreichen Scheinwerfern abgesucht, es blinkt und funkelt überall und leuchtet in verschiedenen Neon-Farben. Die Bilder können da keinen wirklichen Eindruck von vermitteln.