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Artikel aus Technologie

user generated content

…leads to user generated culture?

Übrigens: Die älteste Art von user generated culture (UGC) sind die Märchen wie sie sich vor der Verschriftlichung durch die Brüder Grimm gegenseitig (immer wieder anders) erzählt wurden.
Zu dieser These gibt es hier eine schöne Online-Präsentation von Sabria David: Märchen als User Generated Content

1. April auch bei Opera

Passwort oder fünf Jahre Gefängnis

Wie immer wenn ich aus Telepolis oder den heise-News zitiere geht es mal wieder um nichts gutes:

Unter dem Titel  “Großbritannien: Passwort oder fünf Jahre Gefängnis” berichtet der Heise-Newsticker über ein neues Gesetz in Großbritannien mit dem die Polizei sich den Zugriff auf verschlüsselte Festplatten und andere kryptographisch verschlüsselte Datenträger erpressen will. Dabei ist man als Betroffener zur Herausgabe von Passwörtern und Krypto-Schlüsseln gezwungen, wenn man nicht für bis  zu fünf Jahre in den Knast gehen will.

Da immer mehr Anwender Programme wie etwa TrueCrypt zur Erzeugung von verschlüsselten virtuellen Festplatten benutzen erschwert das natürlich die Arbeit der Polizei, beschlagnahmte Rechner können so nicht wirklich ausgewertet werden, wenn alles relevante auf dem verschlüsselten Teil der Platte lagert.

Zum Glück bietet gerade das “Standard-Tool” zur Plattenverschlüsselung unter Windows die Möglichkeit ein zweites Passwort anzugeben, mit welchem dann ein anderer Festplatteninhalt freigegeben wird als mit dem richtigen Passwort. Diese “plausible deniability” genannte Technik sorgt dafür, dass man auch unter Zwang die wirklich relevanten Daten nicht bekannt geben muss, indem man der Polizei das falsche Passwort gibt. Was dann aber noch dieses sinnlose Gesetz soll ist die andere Frage. Insbesondere wenn jemand sein Passwort vergessen sollte, stellt sich die Frage wie dann vom Gericht damit umgegangen wird. Der Spruch “Unwissenheit schützt vor Strafe nicht” bekäme dann im schlimmsten Fall nochmal eine ganz neue Bedeutung.

nicht-tödliche Waffen zur Erzeugung von Schmerz

Nicht zum ersten Mal setzt die Polizei unserer amerikanischen Freunde “nicht-tödliche” Elektro-Waffen ein um unliebsame Menschen brutalstmöglich aus der Öffentlichkeit zu entfernen. Nachdem ich erst vor wenigen Monaten noch in meinem alten Blog von einem Fall an der Uni in Los Angeles berichten durfte, ist jetzt mal wieder ein junger Mann getased worden. Diesmal aber noch etwas “öffentlichkeitswirksamer” als im letzten Fall, denn das Opfer war diesmal mitten auf einer öffentlichen Veranstaltung als der ehemalige Präsidentschafts-Kandidat John Kerry eine Rede hielt. Das laute Hineinrufen des Taser-Opfers muss wohl schon als Grund für eine Elektroschock-Behandlung gereicht haben.

Silent Guardian von RaytheonMan meint man sehe einen schlechten Science-Fiction Film, aber schon beim nächsten G8-Gipfel könnte eine ähnliche Waffe für den Massen-Einsatz mit dabei sein: Der “Silent Guardian” von Raytheon kann ganze Plätze und Felder mit hochfrequenten Elektro-Strahlen eindecken und damit den Menschen auf einer Großdemonstration erhebliche Schmerzen zufügen ohne sie dabei nachweislich zu verletzten, so heißt es zumindest im Heise Artikel “Mit einem Wort: “OWWW!”” in dem über das neue Sicherheitskräfte-Spielzeug aus den USA berichtet wird. Im Artikel-Forum hat sich dazu allerdings schon ein Poster kritisch geäußert: Die Strahlung soll wohl durch ein Verkochen der Hornhaut am Auge auch zu Erblindungen führen können.
Da sollte man vielleicht zur nächsten Demo gleich eine Schutzbrille aus Drahtgeflecht bei sich tragen.

Eine interessante These am Rande: Wer den Sozialstaat abschafft kann das natürlich nicht tun ohne vorher für entsprechende Repressalien zur Unterdrückung größerer Aufstände gesorgt zu haben. Auch empfiehlt es sich dringend Überwachungsmaßnahmen und -möglichkeiten zu erweitern um die politischen Gegner und “Terroristen” besser beobachten zu können.

nachhaltige Kriegsführung mit dem Öko-Panzer

Die absurdesten Geschichten schreibt bekanntlich das Leben, so auch hier:

Die US-Armee hat für sich einen “Öko-Panzer” mit Hybridmotor entwickeln lassen, der weniger Sprit verbraucht und leiser fährt. Vermutlich dürfte letzteres und die Tatsache weniger oft tanken zu müssen und somit länger unterbrechungsfrei im Einsatz sein zu können aber die Hauptmotivation für die Neuentwicklung gewesen sein.

Die Idee der Optimierung eines Panzers auf Umweltschutzaspekte jedenfalls wäre doch mehr als absurd und irgendwie  zynisch angesichts einer auf die Zerstörung von “Umwelt” ausgerichteten Maschine.

Mehr über den “Toyota Prius unter den Panzern” steht bei Telepolis: Nachhaltige Kriegsführung mit dem Öko-Panzer